So ticken deutsche und amerikanische Online-Shopper

Für viele Menschen ist es weltweit normal geworden, online einzukaufen. Bei allen Dingen des täglichen Lebens, sowie bei allen regelmäßigen Aktivitäten, kommt es schnell zur Routine bzw. zum Automatismus.
Heute erwarten Online-Shopper daher einen perfekten und transparenten Ablauf im Shop bis hin zur Lieferung.
Was Onlinekunden in Deutschland und den USA von den Shops und Händlern verlangen ist vom Prinzip recht ähnlich. Unterschiede gibt es sicherlich vor allem bei den Bezahlmethoden. Wie deutsche Shopper ticken zeigt die aktuelle ECC-Studie „Erfolgsfaktoren im E-Commerce“. Lesen Sie hier dazu das sehr spannende Interview mit Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer vom IFH Köln, und Svenja Lambertz, Projektmanagerin am ECC Köln. Darin bekommen Sie auch einige konkrete Praxistipps als Erkenntnisse der Studienergebnisse.

An der Kasse: Der Checkout

Einen zusätzlichen Blick auf die folgende Infografik möchte ich den Betreibern und Entwicklern von Onlineshops ebenfalls ans Herz legen. Die Grafik enthält zwar Informationen in deutscher Sprache, die Daten kommen jedoch aus Umfragen in den USA, weil die Veröffentlichung zunächst für den US-amerikanischen Markt gedacht war. Obwohl die Daten und Statistiken auf Umfrageergebnissen aus den USA basieren, denke ich dass die meisten Ergebnisse für den E-Commerce in Europa gleichermaßen oder ähnlich zutreffen. In der Grafik geht es um das Konsumentenverhalten im E-Commerce, insbesondere beim Checkout, also „an der Kasse“. Diese Stelle im Bestellprozess ist eine der besonders wichtigen und kritischen. Hier können Onlinehändler den schon fast sicher geglaubten Umsatz wieder verlieren. Ärgerlich, zumal bis dahin scheinbar alles gut oder in Ordnung war. Außerdem war sicherlich die Gewinnung dieses potentiellen Neukunden nicht kostenlos.

Konsumentenpsychologie & Der E-Commerce-Checkout – Eine Infografik vom Team vouchercloud. Vielen Dank für die freundliche Bereitstellung!

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Leser Kommentare

  1. Ruth | Shopgate meint:

    Oben beschriebene Kriterien passen fast kongruent auch auf Erwartungen der User, die mobil einkaufen möchten.
    Mobile Commerce hat in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen: Smartphones sind elementarer Bestandteil des täglichen Lebens geworden und werden vielfach genutzt. Der mobile Nutzer ist anspruchsvoll. Wie bei PC-Seiten wir erwartet, dass eine Seite extrem schnell lädt, seriöse Zahlungsmethoden anbietet, abspielbare Videos bietet usw. Gegenteiliges führt häufig zu Kaufabbrüchen bzw. Verlassen der Seite. Angemessene Weiterleitungen zu mobil optimierten Seiten sollten unbedingt vorhanden sein, wenn der User von seinem Smartphone oder Tablet auf die Seite zugreifen will.
    Eine mobile Optimierung der Webseite ist unbedingt notwendig, da sonst mobiler Traffic und folglich Umsatzpotenzial verschenkt werden.
    Hier kann getestet werden, ob ein Shop bereits mobile tauglich ist: http://www.shopgate.com/de/mobile_webseite_testen.

  2. Andreas Wellensiek meint:

    Danke für den Tipp und die Hinweise. Was die Weiterleitung auf mobile Seiten betrifft, sollte die m.E. nur stattfinden, wenn per Smartphone auf eine Webseite bzw. einen Shop zugegriffen wird. Viele Tablet-Nutzer erwarten eher, das der Shop selbst für die Tabletnutzung optimiert ist. Das ist möglich und auch sinnvoll. Nur beim Smartphone ist eine automatische Umleitung also nutzerfreundlich. Zusätzlich sollte in jedem Fall die Option angeboten werden, selbst manuell von der mobilen in die Desktop-Version des Shops zu wechseln.

  3. Onlineshop Agentur | Christoph meint:

    Hallo,
    eine sehr detaillierte Infografik!
    Der Aufbau des Shops ist immens wichtig, damit a) der Kunde sich zurecht findet (Stichwort: Suchfunktion) und sich gut orientieren kann. Hierbei muss es eine klare und ersichtliche Struktur geben (Einordnung in Kategorien, etc.). Und b) ergibt eine klare Struktur auch ein Bewertungsmittel beim Google Ranking. D.h. die einzelnen HTML Elemente sind zu benutzen (h-tags, alt- und title-tag etc.). Wenn die Seite passt, dann muss der Inhalt passen. Der Benutzer braucht unheimlich viel an Produktbeschreibung, um sich das Produkt so gut wie es geht auch vorstellen zu können. Quasi eine emotionale Bindung aufbauen kann. Viele und unterschiedliche Bilder helfen dabei. Dabei muss darauf geachtet werden, dass die Performance des Onlineshops nicht zu langsam wird (koprimieren, GZIP, etc…). Nicht umsonst gibt es bei Google Adwords die Möglichkeit PLAs zu erstellen, statt nur einfachen Textanzeigen. Eine Studie von Amazon ergab damals, dass jede ms an Performanceverlust schon zum Verlust von Conversionsraten führt. Und als letzter Punkt (gibt viele, gehe nur auf die Wichtigsten ein): Vertrauen. Ein Shop muss vertrauenswürdig erscheinen und sein. Die Erscheinung kann man durch graphische Elemente erreichen (s. Struktur/Aufbau, Transparenz etc.) und Bezahlmethoden erreichen. Dabei stimmt es, dass große Namen beim Bezahlen dem Kunden einen vertrauensvollen Shop suggerieren.

    Wie der Kommentar vor mir schon erwähnte: mobily friendly ist ernorm wichtig. Denn ab April setzt Google seine neue Richtlinie um, ab dann können und werden spätestens die nicht reponsive geeigneten Onlineshops abgestraft. Auch Google bietet dafür einen eigenen Onlinedienst an, auf dem man schnell die Tauglichkeit seines Onlineshops überprüfen kann.

    Viele Grüße

    Christoph

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